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Innovation – Von Ideen und Träumen zu einer Veränderung der uns bekannten Welt

 
Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, da wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben. (Lucius Annaeus Seneca)
 
Geht es Dir ähnlich wie mir? Nimmst auch Du sehr häufig in der letzten Zeit wahr, dass über Disruption, Innovation und in diesem Zusammenhang oft über das Silicon Valley gesprochen wird? Ist das nun wieder so ein Hype?

Gerne will ich Dich mitnehmen auf meine tiefergehende Entdeckungstour zum Thema Innovation. Die Bezeichnung entstammt dem lateinischen Verb „innovare“, also „erneuern“.
Mittlerweile wird das Wort Innovation fast schon inflationär verwendet, wenn es im engeren Sinne auch dann erst eine Innovation ist, wenn neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden.
 

Entrepreneurship und Innovation

Bezogen auf die Wirtschaft hat Joseph Schumpeter, einer der ersten Evangelisten des Entrepreneurship-Zusammenhangs, den Begriff der Innovation eingeführt. Dabei soll ein Veränderungsprozess hin zu etwas Erstmaligem und Neuem stattfinden. Die Durchsetzung neuer Kombinationen kann verschiedenes betreffen. Ein neues Produkt, eine neue Produktionsmethode, ein neuer Absatzmarkt, neue Bezugsquellen für Rohstoffe oder eine neue Marktstellung.

Dass dabei auf bestehendes nicht unbedingt Rücksicht genommen werden muss, schreibt Schumpeter bereits in seinem Buch „Business Cycles“ aus dem Jahre 1939: „Wo innoviert werden soll, muss auch eine schöpferische Zerstörung stattfinden“. Inspiriert wurde ich in diesem Zusammenhang von Susanne Webers wissenschaftlicher Arbeit Fragen zu einem Leitbegriff moderner ökonomischer Strategien

Nur, was macht Entrepreneure eigentlich so innovativ?

Hier meine komprimierte Version von Thai Nguyen's 10 Traits of the Most Innovative Entrepreneurs, den ich wirklich sehr empfehlen kann:
  • Schauen stets nach Mustern

  • Sind brilliant faul

  • Notieren fast besessen

  • Predigen die Profession, aber üben Fortschritt

  • Verbünden sich mit ihrer Angst

  • Warten nicht, dass etwas kaputt geht

  • Haben ein Verständnis für den kreativen Prozess

  • Verfolgen mehrere Strömungen

  • Haben eine gesunde Arroganz

  • Nehmen widersinniges Denken an

 

Agile Innovationsmethoden

Gerade agile Methoden wie Design Thinking, Business Model Canvas, Value Proposition Design, Minimum Viable Product, Rapid Prototyping und noch viele mehr hast auch Du im Zusammenhang mit Innnovation bestimmt schon gehört.

Du gehst heute sehr schlank und flexibel an Gründungsvorhaben heran, um nicht in Deinem stillen Kämmerlein eine Lösung zu entwickeln und später nach bereits sehr viel investierter Zeit und ggf. auch Geld das Problem dafür zu suchen. Dabei kommen schlanke und agile Methoden zum Einsatz, von denen ich hier nur einige wenige anführen möchte.
Inspiriert wurde ich hier von Dr. Judith Genz in ihrem Gastbeitrag bei Hamburg Startups zum Thema Die große Klammer um agile Innovationsmethoden. Aber auch der Entrepreneurship Campus von Prof. Faltin hat mir für aktuelle und vergangene Projekte bereits Werkzeuge an die Hand gegeben und meine Vorstellung erweitert.

View Axis Canvas / Sichtachsen-Canvas

Business Model Canvas

Value Proposition Canvas

Lean Canvas

 

Die Sache mit der Disruption

Viele Pitches in der weltweiten Startup-Szene beinhalten mindestens einmal das in Mode gekommene Wort „Disruption“ in irgendeiner form. Die Theorie von der Disruption, eine der meist diskutierten Managementtheorien der letzten 20 Jahre, wird von ihrem Entwickler Professor Clayton M. Christensen, aber wohl eigentlich ganz anders verstanden als viele meinen. So erklärte er in einem Artikel der Harvard Business Review, dass beispielsweise das so oft als disruptiv bezeichnete Unternehmen Uber seiner Auffassung nach keine Disruption auf den Transport-Markt bringt.

Der eigentlich typische Weg disruptiver Unternehmen ist in der Regel der, das untere Kundensegment oder unversorgte Konsumenten anzusprechen. Erst danach nehmen sie den Mainstream-Markt ins Visier. Uber aber habe genau den gegenteiligen Ansatz gewählt. „Zunächst hat das Unternehmen eine starke Position im Massenmarkt aufgebaut, dann erst hat es bislang unbeachtete Segmente angepeilt.“

Christensen spricht bei Uber aber auch Konkurrenten wie MyTaxi von sogenannten erhaltenden Innovationen. Typisch für diese Art der Innovation ist die Gegenreaktion der etablierten Marktteilnehmer. Diese setzen dann neue Technologien ein, um es den Kunden leichter zu machen, zum Beispiel ein Taxi zu bestellen und den Service zu bewerten.
 

Ausblick

Die Thematik Innovation ist sehr umfangreich und bietet sehr viele weitere Anknüpfungsmöglichkeiten. So habe ich hier zunächst nur die Spitze des Eisbergs beleuchtet und werde demnächst in weitere Richtungen gehen. Ganz getreu dem agilen und schlanken Vorgehen einiger angerissener Innovationsmethoden.

Und so gebe ich eine Prognose ab:
Egal ob im Gründungsumfeld, als Unternehmer, Selbstständiger oder Angestellter. Die Fähigkeit zur Innovation und damit ein bestimmtes Handwerkszeug wird in kürze in Schulen oder Hochschulen fester Bestandteil der Ausbildung sein.

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André Wehr
André Wehr

Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Traction ist.

Sie macht den Unterschied zwischen einer ganz netten Idee und einem lebensfähigen Unternehmen.

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