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Traction Ways
283 Wege zu mehr Traction
1. Februar 2017
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Das Wort Innovation ist heute in fast jeder Geschäftspräsentation oder jedem Geschäftsbericht mindestens einmal zu entdecken. Mittlerweile wird das Wort Innovation fast schon inflationär verwendet, wenn es im engeren Sinne auch dann erst eine Innovation ist, wenn neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden.  

Wir wollen dich mitnehmen auf eine tiefergehende Entdeckungstour zum Thema Geschäftsmodellinnovation, in einem spezifischen Kontext für bessere Kundenbeziehungen und einem mächtigen Tool dafür, die Business Model Canvas.


Wie Business Model Innovation zu nachhaltigen Kundenbeziehungen führt

Ein Geschäftsmodell selbst beschreibt im Grunde modellhaft die logischen Zusammenhänge,  wie ein Unternehmen Wert oder Nutzen für seine Kunden und sich selbst generieren.

Bezogen auf die Wirtschaft hat Joseph Schumpeter, einer der ersten Evangelisten des Entrepreneurship-Zusammenhangs, den Begriff der Innovation eingeführt. Dabei soll ein Veränderungsprozess hin zu etwas Erstmaligem und Neuem stattfinden. Die Durchsetzung neuer Kombinationen kann verschiedenes betreffen. Ein neues Produkt, eine neue Produktionsmethode, ein neuer Absatzmarkt, neue Bezugsquellen für Rohstoffe oder eine neue Marktstellung.

Dass dabei auf bestehendes nicht unbedingt Rücksicht genommen werden muss, schreibt Schumpeter bereits in seinem Buch „Business Cycles“ aus dem Jahre 1939: „Wo innoviert werden soll, muss auch eine schöpferische Zerstörung stattfinden“. Inspiriert wurde ich in diesem Zusammenhang von Susanne Webers wissenschaftlicher Arbeit "Fragen zu einem Leitbegriff moderner ökonomischer Strategien".

Eine Geschäftsmodellinnovation ist somit das bewusste Verändern eines bestehenden Geschäftsmodells oder das Schaffen eines neuen Geschäftsmodells, um die Bedürfnisse der Kunden besser zu befriedigen oder diese zu begeistern als es bestehende Geschäftsmodelle bislang schaffen. Das ganz natürliche Resultat: nachhaltigere, echte Kundenbeziehungen.


Was macht Entrepreneure eigentlich so innovativ? 

Wenn es um das Gestalten innovativer Geschäftsmodelle geht, dann stehen dahinter typischerweise inspirierende Unternehmer, die nicht (in den Worten von Henry Ford) die schnelleren Pferde züchten, sondern den wahren Sprung von 0 auf 1 schaffen wollen.

Folgende Charakterzüge zeichnen innovative Unternehmer aus (aus Thai Nguyen's 10 Traits of the Most Innovative Entrepreneurs):

  • Schauen stets nach Mustern
  • Sind brilliant faul
  • Notieren fast besessen
  • Predigen die Profession, aber üben Fortschritt
  • Verbünden sich mit ihrer Angst
  • Warten nicht, dass etwas kaputt geht
  • Haben ein Verständnis für den kreativen Prozess
  • Verfolgen mehrere Strömungen
  • Haben eine gesunde Arroganz
  • Nehmen widersinniges Denken an

Agile Methoden und Tools für kundenzentrierte Innovationen

Agile Methoden sind im Umgang mit Innovation heute unerlässlich. So finden Methoden und Tools wie Design Thinking, Business Model Canvas, Value Proposition Design, Minimum Viable Product, Rapid Prototyping und noch viele mehr extremen Anklang, wenn es um Customer Centricity geht.


Business Model Canvas 

Ein Werkzeug, das in den Vergangenen Jahren die alte, verstaubte Welt der Businesspläne durchgewirbelt hat, ist die Business Model Canvas. Dieses von Strategyzer (Alexander Osterwalder et al.) entwickelte Tool gibt dir und deinem Team die Möglichkeit, Geschäftsmodelle auf einen Blick zu erfassen, zu diskutieren und auch zu optimieren.

So ist besonders die rechte Seite der Kundensegmente, der Kundenbeziehungen, der Kanäle bis hin zur Value Proposition diejenigen, die nun zu einem tieferen Verständnis dazu, was Kunden wollen beitragen.

Du möchtest noch tiefer einsteigen in das Verständnis über die Kunden? Dann lies gerne in unserem Artikel "Was Kunden wollen".

 

Disruption in der Geschäftsmodellinnovation

Viele Pitches in der weltweiten Startup-Szene beinhalten mindestens einmal das in Mode gekommene Wort „Disruption“ in irgendeiner form. Die Theorie von der Disruption, eine der meist diskutierten Managementtheorien der letzten 20 Jahre, wird von ihrem Entwickler Professor Clayton M. Christensen, aber wohl eigentlich ganz anders verstanden als viele meinen. So erklärte er in einem Artikel der Harvard Business Review, dass beispielsweise das so oft als disruptiv bezeichnete Unternehmen Uber seiner Auffassung nach keine Disruption auf den Transport-Markt bringt.

Der eigentlich typische Weg disruptiver Unternehmen ist in der Regel der, das untere Kundensegment oder unversorgte Konsumenten anzusprechen. Erst danach nehmen sie den Mainstream-Markt ins Visier. Uber aber hat genau den gegenteiligen Ansatz gewählt. „Zunächst hat das Unternehmen eine starke Position im Massenmarkt aufgebaut, dann erst hat es bislang unbeachtete Segmente angepeilt.“

Christensen spricht bei Uber aber auch Konkurrenten wie MyTaxi von sogenannten erhaltenden Innovationen. Typisch für diese Art der Innovation ist die Gegenreaktion der etablierten Marktteilnehmer. Diese setzen dann neue Technologien ein, um es den Kunden leichter zu machen, zum Beispiel ein Taxi zu bestellen und den Service zu bewerten. 


Gönne Deinem Geschäftsmodell ein Update

Viele Unternehmen, vor allem des Mittelstandes bleiben jahrelang, manche jahrzehntelang an einem Produkt oder Service verhaftet, der sich in einer gänzlich anderen Zeit etabliert hat. Diese Strategie dieser Fokussierung ist häufig mit Produkt-Fokussierung gleichzusetzen.

Stell Dein aktuelles Geschäftsmodell doch einmal auf den Prüfstand, eventuell unter Zuhilfenahme der Business Model Canvas. Versetze dich intensiv in die Position und Situation deiner Kunden und entwickle ein Update oder eine gänzlich neue Version deines Geschäftsmodells, also eine Innovation.

Willst Du dabei professionelle Unterstützung? Dann sprich uns gerne an.

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André Wehr
André Wehr
Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Traction und Kundenfokus ist. Dies macht den Unterschied zwischen einer ganz netten Idee und einem lebensfähigen Unternehmen.

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