Ansoff Matrix: strategisch zu mehr Wachstum

Share on linkedin
share
Share on xing
share
Share on twitter
tweet
Share on facebook
share
Share on email
share
Share on linkedin
Share on xing
Share on twitter
Share on facebook
Share on email
Die Ansoff-Produktmarkt-Wachstumsmatrix ist ein sehr nützliches Instrument zur Entwicklung von Markteinführungsstrategien. Die Matrix für den Zusammenhang von Produkt und Markt bietet Entscheidern, Unternehmern und Marketern einen Rahmen für das Entwickeln für Wachstumsstrategien ihres Unternehmens.

Mit Kenntnissen über Markt, Kunden und deren Bedarfen kannst Du Entscheidungen zu Markteinführungen (Go-To-Market) treffen, um Dein Unternehmen über die möglichen Produkt/Markt Kombinationen zu erweitern.

Lies in diesem Artikel über die herkömmliche wie auch die erweiterte Ansoff Matrix.

Das solltest Du zur Ansoff Matrix wissen

Geschichtliches zur Ansoff Matrix

Die Ansoff Matrix wurde von Igor Ansoff entwickelt und ursprünglich in seinem Artikel „Strategien zur Diversifikation“ im Jahr 1957 im Harvard Business Review veröffentlicht. Als weitere Bezeichnung findet sich häufig die Produkt-Markt-Matrix. Das Strategie-Werkzeug wird seitdem an Universitäten für Business-Studenten in den Marketing Grundlagen ebenso wie die SWOT-Analyse gelehrt und weltweit in Firmen eingesetzt.

Ansoff schlug vor, dass es effektiv nur zwei Ansätze zur Entwicklung einer Wachstumsstrategie gebe; durch das Variieren dessen, was verkauft wird (Produktwachstum) und an wen es verkauft wird (Marktwachstum). In Kombination mit der oben beschriebenen Ansoff-Matrix bietet sie vier Optionen des strategischen Managements mit jeweils unterschiedlichem Risiko.

Die Standard Produkt-Markt Ansoff Matrix

Entdecke die vier Felder der Matrix und verstehe die Wachstumsmöglichkeiten, die darin jeweils für Dein Unternehmen möglich sind.

klassische Ansoff Matrix

1. Marktdurchdringung: Bestehender Markt und bestehende Produkte

Die erste und am meisten angewandte Wachstumsstrategie für Firmen in der Produkt-Markt-Matrix ist die Marktdurchdringung. Es geht dabei um das Gewinnen neuer Marktanteile mit Produkten aus einem bestehenden Sortiment. Das Unternehmen versucht, noch mehr seiner Produkte an bestehende Kunden, neue Kunden zu verkaufen. Ergänzend dazu gilt es, neue Kundengruppen zum Beispiel aus der Konkurrenz zu gewinnen.
Das Ziel bei dieser Strategie ist das Erhöhen des Marktanteils. Die Marktdurchdringung hat ein relativ geringes Risiko, allerdings auch kleine Wachstumschancen.

Der sogenannte Marktdurchdringungsgrad dient zum Einschätzen des Potenzials und wird wie folgt berechnet:
Marktdurchdringungsgrad = (Anzahl eigener Kunden / Anzahl potenzieller Kunden am Markt) * 100
Es gilt: Je geringer der Grad der Marktdurchdringung, desto größer ist das verbleibende Wachstumspotential für ein Unternehmen mit der Marktdurchdringungsstrategie.

2. Marktentwicklung: Neuer Markt, bestehende Produkte

Die nächste Strategie in den vier Feldern ist das Entwickeln neuer Märkte mit bestehenden Produkten. Teil der Marktentwicklung können dabei neue Länder und neue Zielgruppen sein. Bei der Marktentwicklung werden meist nur geringe Veränderungen am Produkt oder den Produkten vorgenommen, um es an die neuen Märkte anzupassen.

3. Produktentwicklung oder Produktmodifikation: Bestehender Markt, neue Produkte

Die Produktentwicklung als Strategie findet dann statt, wenn auf einen bereits bestehenden Markt mit existierenden Kunden ein neues Produkt entwickelt und eingeführt wird. Dies kann zum Beispiel bei einem Austausch bestehender Produkte oder bei einer Erweiterung des Sortiments der Fall sein.
Vorteil der Modifikation von Produkten ist, dass Kunden und Markt für das Unternehmen bereits bekannt sind.

4. Diversifikation bzw. Innovation: Neuer Markt, neue Produkte

Die letzte der vier Wachstumsstrategien mit der Produkt-Markt-Matrix wird zumeist von Startups und Gründungsunternehmen angewandt. Dabei bieten Firmen auf neuen Märkten (z.B. noch unerschlossenen geographischen Regionen) völlig neue Produkte an. Die Diversifizierung bietet dadurch das größte Potenzial für Innovation und Wachstum, allerdings auch die größten Risiken zum Scheitern.

Die Diversifizierungsstrategie untergliedert sich nach dem Ausmaß der Risikobereitschaft noch einmal in die horizontale, vertikale und laterale Diversifizierung:

Horizontale Diversifikation

Als horizontale Diversifizierung versteht man die Entwicklung eines neuen Produkts, welches noch in sachlichem Zusammenhang mit dem zuvor angebotenen Produktsortiment steht.

Vertikale Diversifikation

Mit der vertikalen Diversifizierung vertieft ein Unternehmen zum Beispiel sein Engagement in absatzorientierte Handlungen (durch die sogenannte Vorwärtsintegration) und oder den eigentlichen Herstellungsprozess seiner Produkte (durch die sogenannte Rückwärtsintegration).

Laterale Diversifikation

In der lateralen Strategie der Diversifikation expandieren Firmen in völlig neue Märkte, welche in keinem sachlichen Zusammenhang mit dem bestehenden Geschäft stehen.

Die erweiterte Ansoff-Matrix (9-Feld-Matrix)

Die ursprüngliche Produkt-Markt Matrix nach Ansoff ist eine gute Grundlage. Sie lässt allerdings einige mögliche Zwischenbereiche aus. Für noch feinere Produkt-Markt-Kombinationen wird häufig die sogenannte erweiterte oder 9-Feld-Matrix angewendet, die gemäß Definition folgende weitere Felder aufweist:

  • Markterweiterung
  • Produktmodifikation- oder -erweiterung
  • eingeschränkte Diversifizierung
  • partielle Diversifikation
Erweiterte Ansoff Matrix 9 Felder

Bei der Markterweiterung verkauft das Unternehmen ein bestehendes oder altes Produkt in neue geografische Märkte bei gleichbleibenden Zielgruppen.

Die Produktmodifikation oder -erweiterung schließt die Lücke zwischen der Marktdurchdringung und Produktentwicklung. Bestehende Produkte werden hier mit leichten Modifikationen in bereits existente Märkte verkauft.

Mit der eingeschränkten Diversifizierung vertreibt das Unternehmen angepasste Produkte in neuen Märkten.

Die partielle Diversifizierung ist dahingehend das Entwickeln völlig neuer Produkte für neue Märkte oder der Vertrieb modifizierter Produkte für völlig neue Zielgruppen.

Die Definition der erweiterten Felder in der Produkt-Markt-Matrix ermöglicht somit eine feinere Einstufung von Produkten (vorhandene Produkte über Diversifikation bis zum Entwickeln neuer Produkte), Märkten (alter Markt, neue Märkte und Zielgruppen) sowie auch des Risikos (von hohem Risiko zu geringem Risiko) für ein strategisches Marketing.

Was denkst Du?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Share on linkedin
share
Share on xing
share
Share on twitter
tweet
Share on facebook
share
Share on email
share
Share on linkedin
Share on xing
Share on twitter
Share on facebook
Share on email

About Me

Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Kundenzentrierung für Unternehmen ist.

Binde die essentielle Perspektive der Kunden in Deine Produktgenese und Vermarktungsprozesse ein. Das bringt PS auf die Straße, dass es läuft.

Kategorien

Customer Intelligence

Schaffe grandiose Beziehungen zu den richtigen Kunden mit Deinen passenden Produkten

Hol' dir alle Themen rund um Customer Centricity bequem in dein Postfach.