Warum die Bedürfnisbefriedigung nicht glücklich macht und materielle Dinge schon gleich 3x nicht

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Das Sprichwort "Geld macht nicht glücklich" kennst Du sicher auch. Welche Faktoren stattdessen eine Rolle spielen, und was diese Frage mit Deinen Kunden zu tun hat, erklären Wir Dir hier!

Wann hast Du Dich zum letzten Mal bewusst darüber gefreut, dass Dein Kühlschrank voll und über Deinem Kopf ein Dach ist? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Als Teil unserer Zielgruppe ist es sehr wahrscheinlich, dass Du Dir um all diese Dinge gar keine Sorgen machen musst. Egal wie schlecht die Auftragslage auch sein mag, in Deutschland verhungert oder erfriert deswegen niemand. Unsere Grundbedürfnisse sind gesichert – aber sind wir deswegen auch glücklich? Anderen Menschen geht es viel schlechter, also müssten wir doch jeden Tag mit einem Lächeln aufwachen und uns trotz klingelndem Wecker auf einen wunderschönen, sicheren Tag freuen.

Dass das in der Praxis anders aussieht, wissen wir alle aus Erfahrung. Also was macht dann glücklich? Ist es vielleicht Geld? Immerhin bekommt man doch dafür alles, warum sich also nicht glücklich kaufen? Ich verrate Dir im Folgenden, warum dieser Plan nicht nur an Liquiditätsgründen scheitert, außerdem schauen wir uns die Geschichte eines Landes an, das erst reich wurde und dann vom hohen Ross nach ganz unten gefallen ist. Letztendlich verraten Wir Dir auch, wie dir diese Überlegungen dabei helfen, Deine Kunden besser zu verstehen.

Bedürfnis - Materialismus - Glück; ein Überblick

Inhaltsverzeichnis

Was wissen wir über Glück?

Um aktiv nach dem Glück zu suchen, schauen wir uns doch einmal den Stand der Forschung an. Natürlich gibt es bereits einige Studien und Untersuchungen, die Glück und seine Faktoren unter die Lupe genommen haben. Zusammengefasst finden sich ihre Ergebnisse zum Beispiel im Paper Research on happiness and economics vom bekannten Glücksökonomen Bruno S. Frey. Hier beschreibt er folgende Eckpfeiler:

  • Menschen und Haushalte mit höherem Einkommen geben an, glücklicher zu sein als andere mit geringerem Einkommen. Das heißt, sie besitzen eine höhere subjektive Lebenszufriedenheit.
    Aber: Menschen neigen auch dazu, sich an ein höheres Einkommen zu gewöhnen und sich dennoch mit anderen zu vergleichen, die noch wohlhabender sind. Dies wiederum hat einen negativen Effekt auf das Wohlbefinden.
  • Einer der maßgeblichsten Faktoren für individuelles Wohlbefinden sind Beziehungen. Genauer gesagt, zufriedenstellende persönliche Beziehungen. Also Familie, Freunde und Bekannte, zu denen man ein gutes Verhältnis pflegt. Menschen mit solchen Beziehungen sind zufriedener mit ihrem Leben als isolierte Personen.
  • Psychische und körperliche Gesundheit gehören ebenso zu den wichtigen Faktoren des Glücklichseins. Auch andersherum wirkt dieser Zusammenhang: Glückliche Menschen sind weniger von ansteckenden Krankheiten betroffen.
  • Demokratie macht glücklich – Partizipationsmöglichkeiten und dezentrale Entscheidungen tragen ebenso zur Lebenszufriedenheit bei.
Faktoren des Glücks
Verschiedene Faktoren tragen zum Glück bei

Fallbeispiel Nauru

Der Inselstaat Nauru ist heutzutage in Vergessenheit geraten, galt aber vor wenigen Jahrzehnten noch als eines der reichsten Länder der Welt. Inzwischen ist es eines der ärmsten. Der Inselstaat ist flächenmäßig das drittkleinste Land auf dem Planeten und beherbergt etwa 11.000 Menschen.

 

Wie schaffte es dieses unscheinbare Eiland zu gewaltigem Reichtum, und wie ging dieser verloren?

Die erste Frage hat eine überraschende Antwort – nämlich Vogeldreck. Bevor Menschen die Insel besiedelten, nutzten Vögel sie lange Zeit als Toilette. Die Exkremente enthalten Phosphate – ein  wertvoller Stoff, der zur Herstellung von Dünger benötigt wird. Im Laufe von Jahrmillionen überzogen Vögel die Insel mit einer dicken Schicht ihrer Hinterlassenschaften. Durch Verwitterung entstand daraus ein phosphathaltiger Stoff namens „Guano“. Man erkannte irgendwann, auf welchem Wert man saß, und begann, den Stoff abzubauen. Dies führte zu einem wirtschaftlichen Boom, der dem winzigen Land zeitweise das weltweit höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf verschaffte.

 

Wie kam es, dass dieses Land von ganz oben nach ganz unten fiel?

Das Problem lag einerseits darin, dass der Ursprung des Reichtums begrenzt war. Das Guano wurde viel schneller abgebaut, als es entstand – immerhin war der Ressourcenreichtum der Insel das Ergebnis von mehreren Millionen Jahren. Auf der anderen Seite gingen die Einwohner Naurus nicht nachhaltig mit dem Geld um – sie verprassten es regelrecht. So gründete man eine eigene Airline, die zeitweise sogar kostenlose Flüge anbot. Auch andere Investments gingen schief, sodass das Land am Ende nicht nur ohne Geld, sondern Anfang der 90er-Jahre auch ohne Phosphat dastand. Etwa 80 Prozent des Landes waren durch den Phosphatabbau zerstört, sodass die Bevölkerung heute an der Küste lebt. Nauru hat außerdem nicht mehr genügend fruchtbaren Boden, um seine Bevölkerung zu ernähren, ebenso herrscht ein Mangel an Arbeitsplätzen.

Durch die Aussicht auf schnelles Geld wurden also rückblickend schwere Fehler gemacht. Dazu zählen nicht nur unkluge Investitionen, sondern auch die teilweise Zerstörung der eigenen Heimat. Dieses Fallbeispiel zeigt recht eindrucksvoll, welche Folgen es habe kann, sich zu sehr auf die materialistischen Aspekte wie Geld zu konzentrieren.

Willst Du mehr über Nauru erfahren, dann bietet das folgende Video eine kompakte und kurzweilige Aufarbeitung der ganzen Geschichte.

Was hat das mit meinen Kunden zu tun?

Wir beschäftigen uns täglich mit der Frage, wie Kundenbeziehungen funktionieren und wie sie sich optimieren lassen. In unserem Guide, wie Du B2B Kundenbeziehungen verbesserst, findest Du zehn Tipps aus der Praxis, die Dir dabei helfen können.

Ganz oben auf dieser Liste steht „Nicht nur zufrieden, sondern begeistert!“. Und das ist kein Zufall. Denn nur durch außerordentliche Zufriedenheit, man könnte auch „Glück“ sagen, kannst Du Deinen Kunden das Gefühl vermitteln, dass genau Du Die beste Wahl für den Job bist. Letztlich geht es auch hier darum, den Kunden glücklich zu machen. Und dazu gehört eben nicht nur die Bedürfnisbefriedigung – die setzt er voraus. Stattdessen solltest Du für ihn ein Erlebnis schaffen, das mehr als bloße Erfüllung seiner Erwartungen ist. 

Das erreichst Du einerseits durch ausgezeichneten Service, der über die Kundenerwartungen hinaus geht. Auf der anderen Seite sind es viele kleine Dinge im Umgang mit dem Kunden, die ihm in Kombination einen Mehrwert bieten. Dieser Mehrwert ist das, was beim Kunden dann letztlich zur Erhöhung seines empfundenen Glücks führt. Und sein Glücksgefühl ist wertvoller als Gold, denn es stärkt Deine Kundenbeziehung – etwas, das man nicht für Geld kaufen kann.

Einfach gesagt solltest Du Dir also das Ziel setzen, das Glück deines Kunden zu erhöhen. Viele wertvolle Tipps dafür findest du auch in Unserem Ratgeber. Behalte immer im Hinterkopf, dass auch zwischenmenschliches wie Aufmerksamkeit, die richtige Wellenlänge und aufrichtige Aufmerksamkeit zur Festigung der Kundenbeziehungen beitragen und es nicht nur darauf ankommt, auf dem Papier das beste Angebot zu machen.

Fazit

Ja, bis zu einem gewissen Grad tragen auch materielle Güter zu mehr Zufriedenheit bei. Sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind, ist der Zusammenhang zwischen Geld und Glück jedoch eher gering. Stattdessen gibt es eine Vielzahl weiterer Treiber für ein gutes und zufriedenes Leben. 

Statt der nächsten Überstunde für einen noch dickeren Gehaltsscheck nachzujagen, sollten Wir unsere Nerven also das nächste Mal dafür aufsparen, etwas mehr Zeit mit unseren Liebsten zu verbringen, uns Bewegung an der frischen Luft zu gönnen und uns zum Wohl der Gemeinschaft zu engagieren, um an der Gestaltung der Gesellschaft teilzuhaben.

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