Crowdfunding Marketing Do’s und Don’ts: Interview mit Ulinka Wagner

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Crowdfunding als ein Marketing Kanal? Ja das geht. Über die Erfahrungen berichtet Ulinka in diesem Interview.

Nach meinem Vortrag im Innovationscafé des Strascheg Center for Entrepreneurship zu „Der Weg zu Traction – Warum Flipflops die falschen Schuhe für den Mount Everest sind“ kam Ulinka Wagner spontan auf mich zu, dass ihr noch ein paar mehr Marketing-Tools eingefallen waren. Sicher gibt es immer noch mehr Möglichkeiten, aber diese erschienen ihr gerade relevant. 

Daraufhin trafen wir uns und sprachen über ihre Erfahrungen mit Charity bzw. Wohltätigkeit wie auch Crowdfunding als Marketing Aktionen. Den ersten Teil kannst Du hier als Interview lesen.

Dies ist der zweite Teil des Interviews. Lies gern auch den ersten Teil zu Charity als Marketing Instrument hier.

Marketing durch Crowdfunding: Darum geht es

Ulinka, was ist Dein Bezug zum Thema Crowdfunding im Marketing-Zusammenhang?

Auf einmal war da dieser Aufruf letztes Jahr in der Süddeutschen Zeitung, bei einem Crowdfunding Wettbewerb mitzumachen. Zusammen mit einer Freundin entwickelte ich ein Konzept für Kunst im öffentlichen Raum. 

Wir stürzten uns in das Thema, trafen uns mit anderen Crowdfunding-Leuten und es war als hätte sich eine Tür geöffnet. Ich nahm um mich herum immer mehr Crowdfunding-Kampagnen wahr und fragte mich, warum ich das vorher nicht so im Fokus gehabt habe, aber ich denke es war einfach mein sehr fest geschraubter Job.

Crowdfunding gibt wirklich jedem die Möglichkeit, private Projekte oder Wünsche zu verwirklichen. Dazu gehört natürlich auch viel Arbeit das ist ein Fulltimejob.

Welche Erfahrungen und Lessons learned konntest Du beim Crowdfunding sammeln?

Was nicht funktioniert hatte, war unser Timing. Um andere, vor allem zuvor unbekannte Leute von dem eigenen Projekt zu überzeugen, und dazu zu bringen, einfach mal Geld zu spenden, braucht es in der Regel mehrere Touchpoints, also mindestens zwei. Und dazwischen liegen in der Regel wiederum zwei Wochen, sozusagen eine Bedenkzeit für den Spender. 

Was man unbedingt benötigt, ist eine gute, nachvollziehbare Idee, etwas da sein Problem löst oder das Gefühle auslöst. Rund um diese Idee erzählt man seinen (mühsamen) Weg und holt einfach die Community mit ins Boot, man lässt sie Teil haben an den eigenen Widerständen und Erfolgen auf dem Weg zum Fundingziel. 

Und: Die Crowd muss einfach elektrisiert von dieser Idee sein. So, als wäre es eigentlich ihr eigenes Projekt. Wir hatten sehr viel Erfolg auch mit unserem etwas verrücktem Eklär-Film und landeten gleich auf dem vierten Platz, das war aber auch während der Finanzierungsphase mit viel Kommunikationsarbeit über alle Socialmedia-Kanäle verbunden. 

Sehr wichtig war auch und vor allem die ganz persönliche Ansprache zu jedem einzelnen Spendenwilligen oder auch Unwilligen. Die Möglichkeit des Crowdfundings macht auch klassischen NGOs Konkurrenz. 

Jeder kann da raus ins Netz gehen und sagen: Leute, spendet für mich ! (Das hat mich übrigens sehr viel Überwindung gekostet, ich kann mir aber vorstellen, dass es mit der Zeit leichter fällt, wenn man schon ein paar Crowdfundingkampagnen gemacht hat.) Das sind aber nur einige der Learnings…

Inwiefern macht das Thema Crowdfunding nur für Start-ups oder auch für etablierte Unternehmen Sinn?

Crowdfunding kann für viele Firmen interessant sein, wenn sie beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen, hier fungiert Crowdfunding als Marktforschungs-Instrument. Außerdem können sich Marken als innovativ präsentieren und sich den Kunden auf experimentelle, spielerische Art nähern, ohne ihren ursprünglichen Markenkern aufgeben zu müssen. 

Für Crowdfunding-Kampagnen haben sich Filme mit positivem, emotionalem auch sehr gerne lustigem Inhalt bewährt. Bei Traditionsfirmen sehe ich auch die Möglichkeit, Mitarbeiter zu motivieren, selbst Neues zu wagen, vielleicht mit einem eigenen Spin-Off – und frischen Wind in eingefahrene Abläufe zu bringen.

Kann man dabei erkennen, ob die beiden Aktionen eher auf das Branding des Unternehmens/Produkts/Services abzielen oder auf Neukunden?

Ich würde es eher als Neukundengewinnungstool sehen. Aber sicher wirkt es sich auch positiv, innovativ auf das Image der Marke aus.

 

Liebe Ulinka, vielen Dank für dieses tolle Interview und deine anschaulichen Eindrücke ins Crowdfunding.

Wie schon in der Einleitung angesprochen gibt es den ersten Teil dieses Interviews zu Charity als Marketing-Instrument

Ulinka Wagner

Ulinka Wagner ist Content & Communication Spezialistin und arbeitet für große, alt eingesessene Unternehmen bis kleine, trendige Start-ups.

Sie hat Modedesign und Betriebswirtschaft studiert und war ziemlich lange sehr fest eingebunden bei einem großen Verlag. Erst als Freelancerin konnte und kann sie sich voller Enthusiasmus bei verschiedenen neuen journalistischen Projekten und Formaten austoben.

Der anwachsende Trend zu immer mehr nachhaltigen Mode- und Lifestyleprodukten macht ihr Hoffnung, dass der Konsument mit richtigen Kaufentscheidungen doch etwas bewirken könnte.

Ulinka Wagner Profil

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Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Kundenzentrierung für Unternehmen ist.

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