Google Ads Optimierung: Quick Tipps die Du schnell umsetzen kannst

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SEA ist jedem Digital Marketing Manager ein Begriff. Die bezahlte Suchmaschinenwerbung ist aus Online-Plattformen, aus Suchmaschinen und aus Bannern nicht mehr wegzudenken. Die wenigsten Menschen wissen, wie weit das Netzwerk für Ads-Kampagnen (früher Adwords) in Suchmaschinen, wie Google & Co. reicht.

Die Anzeigen mit dem kleinen Schriftzug „Ad“ oder „Werbung“ am Rand gekennzeichnet, finden sich fast überall und kaum zu glauben, dass es immer noch Menschen gibt, die ein organisches Suchergebnis nicht von einem bezahlten Suchergebnis unterscheiden können.

Dieser Artikel baut auf den Power Channel Artikel aus Juli 2019 auf und zeigt dir Quick Tipps, auf die du in deinen Ads Umsetzungen achten solltest.

Du willst wissen wie du Google Ads für dich als Power Channel nutzen kannst? Dann lies zunächst folgenden Artikel: Search Engine Advertising – Wie du mit bezahlter Suche sichtbar wirst.
Du willst mehr über Google Ads, Kontostruktur, Kampagnenarten, Gebotsstrategien und Anzeigenerweiterungen wissen? Perfekt. Dann bist du richtig in diesem Artikel.

Geldverbrennung? – Nein, danke!

Von Performance Marketing Managern als reichweitenstarkes und einfaches Wachstums-Werbemittel oft geliebt, ist es doch auch von SEO Spezialisten als Geldverschwender-Tool gebrandmarkt. Aber warum immer der Schwarz-und-Weiß-Gedanke? Ich bekam vor einiger Zeit von einem Kunden gesagt, dass er sicher nicht Google das Geld in den Rachen stopfen und definitiv nicht in Google Ads investieren werde. Sagen wir es mal so: Es muss auch keiner. Fakt ist aber auch, dass Google Ads dir dabei helfen kann, deine Zielgruppe besser zu verstehen und neue Produkte schnell im Markt zu testen. Und unter uns, machst es du nicht, macht es dennoch der andere. Zudem trägt SEA auch dazu bei, deinen organischen Traffic nachhaltig zu steigern.

Mit den folgenden Tipps und Erfahrungen kannst Du für dich entscheiden, welchen Weg Du mit deinem Business gehen möchtest.

Quick Tipp 1

Auf das richtige Timing kommt es an

Das Timing kann in vielerlei Hinsicht entscheidend sein. Eine Jahresplanung ist nicht zwingend notwendig für deine Kampagnen, dennoch solltest du dir zumindest für ein Quartal Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen vorplanen. Kampagnen-Ideen können im Vorfeld in Ruhe erarbeitet werden und im Ads Manager erstellt und entwickelt werden. So können beispielsweise auch rechtzeitig saisonale Angebote und gesellschaftliche Ereignisse berücksichtigt werden. Achte daher auf deinen Markt und die aktuellen Geschehnisse in den Medien.

Auch ein Content-Kalender mit Aktionstagen und Ereignisse können dir bei der Entwicklung deiner Landingpage helfen. 

Hier geht’s zum Content-Kalender 2020

Des weiteren bietet eine kluge Kombination der Werbekampagnen auf unterschiedlichen Kanälen, eine Vermehrung der Touchpoints mit deinem Kunden. So beeinflusst auch das reine Sehen einer Anzeige, auch wenngleich der Nutzer nicht mir ihr interagiert, die Customer Journey.

Unterbewusst werden Teile dieser Anzeige wahrgenommen und wenn es nur deine Marke, dein Logo oder dein Nutzenversprechen ist. Sieht der Nutzer nun auf einem weiteren Kanal, wie z.B. in Facebook wieder eine Anzeige von Dir, wird diese als schon fast vertraut bemerkt. Aber Achtung! Zu viele Anzeigen, auf zu vielen Kanälen, können schnell spamig wirken und den Kunden vom Kauf abschrecken.

Beachte aber, dass in der langfristigen Planung stets noch Raum für Spontanität ist. Es können immer wieder Ereignisse eintreten, die man umgehend noch in einer Kampagne mit einer neu entwickelten Landingpage aufnehmen möchte. Gibt es eine plötzlich außergewöhnliche Wettereskapade oder ein anderes Vorkommnis, das medial sehr stark aufgeputscht wird, kann entsprechend mit einer Ads-Kampagne reagiert werden. Diese Kampagnen haben meist nur eine sehr kurze Laufzeit von 1-10 Tagen, können aber dennoch klickstarken Traffic generieren und mehr Umsätze bringen.

Schenkt dem Timing nicht nur in der Planung, sondern auch in der Umsetzung und Optimierung Aufmerksamkeit. In dem Reiter mehr -> Werbezeitplaner findest Du eine detaillierte Auswertung, wann welche Anzeige performed hat. Auf Basis von Wochentagen und deren Stunden kann ganz gezielt Budget erhöht oder verringert werden, um das Maximum herauszuholen oder auch Geld zu sparen. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: die schlechtesten Interaktionen mit der Anzeige kommen nachts. Also spart euch das Budget gleich mal oder schraubt es in dieser Zeit auf ein Minimum (davon ausgegangen, dass eure Zielgruppe, die ihr ansprechen wollt, nicht Nachts aktiv ist).

Werbezeitplaner Google Ads
Überprüfe ob sich alle deine Werbezeiten lohnen

Quick Tipp 2

Kampagnen auf anderen Plattformen replizieren

Bist Du dir sicher, dass alle Nutzer auf Google vertreten sind? Kann es vielleicht sein, dass es Nutzer gibt, die auf unkommerziellen Suchmaschinen suchen? – JA, mit Sicherheit gibt es die!

Erstelle deine Kampagne beispielsweise in Google Ads, exportiere diese und importiere sie in Bing Ads. Einmal erstellt, kann die Kampagne so auf zwei Suchmaschinen genutzt werden. Aber es geht noch weiter. Wird in Bing zusätzlich, die Einstellung „Partnernetzwerk“ ausgewählt, befindet sich die Kampagne ebenfalls auf z.B. ecosia.org. Ecosia ist eine aufstrebende Suchmaschine mit mehr als 10 Mio. Nutzern, davon 6 Mio. aus Deutschland und Frankreich. Ideal somit für „grüne“ oder nachhaltige Themen. Unterschied zu anderen Suchmaschinen: Ecosia spendet Einnahmen (in etwa 0,5 Cent pro Suche) an Baumpflanzprojekte. Bis Ende des Jahres 2020 will Ecosia weltweit eine Milliarde Bäume gepflanzt haben.

Werbenetzwerk aktivieren in bing
So einfacht replizierst Du Kampagnen von bing auf ecosia. Quelle: https://ecosia.zendesk.com/hc/de/articles/360013115453-Wie-kann-ich-auf-Ecosia-werben-

Aber wieder zurück zur größten Suchmaschine Google. In Google Ads gibt es zudem die Möglichkeit, Suchnetzwerkpartner zu aktiveren. Hierzu zählen Suchmaschinen, Online-Plattformen, Werbenetzwerke aber auch Preisvergleiche. Für eine Erhöhung der Reichweite, eignet sich diese Funktion hervorragend. Aber nicht für alle Kampagnen funktioniert das auch aus Performance-Sicht. Aber auch hier zählt: Trial-and-Error Mindset. Experimentiere, teste, optimiere und lerne stetig dazu. Wie solch ein Prozess aussehen kann liest du in Lean Startup
Ist jedoch das Budget von Anfang an sehr eng gesteckt, wäre das für mich eine der ersten Möglichkeiten, um Budget einzusparen.

Zu verschiedenen Werbeplattformen sollten alle Möglichkeiten der Kampagnenarten ausgeschöpft werden. So kann eine maximale Anzahl an Touchpoints geschaffen werden, welche die Customer Journey positiv beeinflussen.

Quick Tipp 3

Content Felder und Ad Extensions

Eine Anzeige spricht im Idealfall für sich. Sie ist das Bindeglied im 3er-Konstrukt aus Suchanfrage, Anzeige und Landingpage. Es werden für verschiedene Suchanfragen immer mehrere verschiedene passende Anzeigen benötigt. Google hat jedoch auch hier eine passende Lösung parat. In responsiven Suchnetzwerkanzeigen können mehrere verschiedene Titel und Beschreibungen hinzugefügt werden. Diese wertet der Algorithmus selbstständig aus und wählt die passende Kombination für den User. Trotzdem sollten zwei bis drei weitere manuell erstellte Anzeigen aufgesetzt und ausgespielt werden.

Eine einzelne Anzeige bietet nicht nur die Möglichkeit die Anzeigentitel und den Anzeigentext zu befüllen, sondern es gibt auch eine Vielzahl an Ad Extensions. Nutze möglichst viele Ad Extensions, denn so kann der Bedarf des Nutzers leichter befriedigt werden. Ad Extensions haben aber auch noch einen weiteren Vorteil: sie benötigen teilweise viel Platz. Somit wird die Anzeige sichtbarer und die Konkurrenten bzw. anderen Ergebnisse rutschen entsprechend weiter nach unten.

Google Ad Extensions
Mit Ad Extensions mehr User-Engagement schaffen

Quick Tipp 4

Auf die Qualitätsfaktoren achten

Die genauen Inhalte des Qualitätsfaktors sind eines der gut gehüteten Google Geheimnisse. Findige SEAs haben mittlerweile gute Testergebnisse geliefert, was dessen Inhalt sein könnte. Fakt ist, dass der Qualitätsfaktor auf die Höhe deines Klickpreises bzw. deiner Position Einfluss hat. Genauer geschrieben, ob dein eingebuchtes Keyword überhaupt an der Anzeigenauktion teilnimmt. Wie hoch die Gebotsschätzungen ausfallen und wie hoch der entsprechende CPC des Keyword letztendlich wird. Und der Qualitätsfaktor wirkt sich auf die Anzeigenposition aus.

Er besteht aus dem Zusammenspiel von Keyword, Anzeige und Landingpage. Nach Möglichkeit sollte sich deshalb ein eingebuchtes Keyword immer in der Anzeige und auf der Landingpage wieder finden. Dass die Anzeige und die Landingpage dabei eine möglichst hohe Relevanz für den Nutzer haben soll, brauche ich an in dieser Stelle ja nicht zu erwähnen.

Aber nun zu den nicht öffentlichen Inhalten des Qualitätsfaktors. Diese wurden so nicht von Google bekannt gegeben, haben sich aber bei eigenen Tests und Tests anderer SEAs herausgestellt. Jeden Test kann ich dir leider nicht ausführlich aufzeigen aber eine Zusammenfassung der Ergebnisse findest Du hier.

Sehr stark ausschlaggebend ist die Klickrate für die Keywords, die Anzeige und auch die angezeigte URL. Dies gilt für die bisherigen Daten aber auch die zu erwarteten Klicks. Zudem werden die Klickraten nicht nur für einzelne Anzeigen bewertet, sondern auch für das gesamte Konto. Also versuche immer möglichst im gesamten eine gute Performance zu haben und schalte Anzeigen ab, die nicht funktionieren.

Wie oben schon genannt ist der Qualitätsfaktor auch abhängig von der Relevanz der Anzeige, der Keywords sowie der Landingpage. Wahrscheinlich ist das sogar ein Bestandteil, der am stärksten gewichtet wird.

Ein weiterer Punkt ist die geografische und regionale Leistung deines Kontos. Hast Du eine größere Zielregion abgesteckt, dann kannst Du dir unter mehr -> Standort -> Bericht nach Standort einzelne Regionen ansehen. Wenn nötig grenze neue Regionen ab und schließe diese aus, die keine Leistung bringen.

Und zu guter Letzt spielt auch das Device eine Rolle. Auf welchen Endgeräten ist die Performance der Anzeigen besser.

qualitaetsfaktor
Mögl. Inhalte des Google Ads Qualitätsfaktors

Quick Tipp 5

Sprache & Standort

Speziell bei Suchnetzwerk-Kampagnen ist die Sprache enorm wichtig. Natürlich wählt man im ersten Moment für eine deutschsprachige Kampagne auch die Deutsche Sprache aus.

ABER hast Du schon mal dran gedacht, dass es einige Menschen gibt, die eine andere Browsersprache ausgewählt haben. Sie möchten bspw. eine andere Sprache erlernen oder ihre Muttersprache ist eine andere. Diese Gruppen würdest Du von deiner Ads Kampagne ausschließen, da die Sprachauswahl lediglich nur die Sprache im Browser eingrenzt.

Das Thema Standort, hängt mehr von deiner Kampagnen Thematik ab. Es gibt die Einstellung „Nutzer in meinen Zielregionen bzw. Nutzer, die sich dafür interessieren (empfohlen)“ oder „Nutzer, die sich regelmäßig an diesem Standort aufhalten“. Je nachdem welches Themenfeld Du nun mit deinen Anzeigen bedienen möchtest kommt eine andere Einstellung in Frage.

Werden die Ads für die Touristik Branche geschalten, ist die erste Einstellung die bessere. Man möchte auch Kunden ansprechen, die sich derzeit noch nicht in der Region befinden, sich aber dafür interessieren. Ein regionaler Fachhändler hingegen möchte nur Kunden ansprechen, die sich in seiner Zielregion befinden. Für ihn wäre die zweite Option optimaler.

Natürlich gibt es ein paar kleine Unterschiede zwischen Display-Anzeigen und Suchnetzwerk-Anzeigen. Wenn Du versuchst alle Potenziale auszuschöpfen, dann gelingt dir mit Sicherheit eine bessere Performance deiner Anzeigen.

Nachdem du schon bis hier hin gelesen hast, kommt noch mein ganz persönlicher Bonus Tipp. 

Bonus Tipp

Fakt ist: Die Suchintention oder Nutzerintention hinter einer Suchanfrage eines Nutzers spielt für Google eine entscheidende Rolle für die Bewertung deiner Webseite. Das Ziel von Google ist es für den Nutzer und seiner Suchanfrage ein zufriedenstellendes Suchergebnis zu liefern. Google will, dass der Nutzer sofort das findet, was er sucht. Was heißt das nun konkret?

Versteht eure Kunden, die ihr mit eurer Kampagne ansprechen möchtet oder lernt sie zu verstehen. Versteht was eure Kunden suchen und wie sie sich in Suchmaschinen und mit Suchanfragen verhalten. Kennst Du deine Kunden und ihre Bedarfe, dann versuche deine Keywords granular und spitz auf deine Anzeigen zuzuschneiden. Hast Du dein Keyword-Set noch weitläufig gefasst, dann grenze es mit negativen Keywords je Kampagne ein.

Pro Tipp: vielen bekannt aber von wenigen genutzt. Teste dich langsam an ein automatisiertes Arbeiten mit Skripten heran. Ein Anfang dazu, wäre die Auswertung der laufenden Kampagnen mit Skripten zu starten. Im nächsten Schritt können dann Optimierungsmaßnahmen automatisiert gesteuert werden.

Fazit

Natürlich ist mir bewusst, dass nicht alles in jeder Kampagne und Zielgruppe auch sinnvoll anzuwenden ist.

Testet daher ausgiebig und lasst auch einmal Kampagnen mit unterschiedlichen Varianten gegeneinander laufen. Schafft euch eure eigenen Usecases.

Gerne könnt ihr von Euren Erfahrungen  in den Kommentaren berichten. Oder vielleicht gibt es auch ein anderes Thema, das euch interessiert?

Was denkst Du?

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About Me

Als Digital Expert beschäftige ich mich tagtäglich mit unserer Digitalen Welt. Ich konzipiere und optimiere auf Basis des Nutzerverhaltens praktische Lösungen zur digitalen Kommunikation. 

Hier liegt mein Fokus auf der Verbesserung der User Experience, sowie dem Kampagnen-Management für SEA & SEO. 

Hast Du Fragen oder Anmerkungen? 
Dann freue ich mich über Deine Kontaktaufnahme.

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