Praxistipps: Wie Du mit Google Alerts deinen Markt im Auge behältst

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Jeden Tag werden unzählige neue Artikel im Internet veröffentlicht und Posts auf Social Media abgesetzt. Ein Teil davon kann auch für Dich relevant sein.

Nämlich dann, wenn Dein Unternehmen oder Produkt etwa in einem Blogartikel erwähnt wird oder wenn Menschen in sozialen Netzwerken darüber sprechen. Das gleiche gilt natürlich auch für Wettbewerber und den für Dich relevanten Markt generell. Umso besser Du über marktrelevante Themen, Erwähnungen und Debatten informiert bist, desto besser.

Eine große Hilfe dabei ist das Tool Google Alerts. Es hilft dir dabei, Erwähnungen bestimmter Begriffe im Auge zu behalten.

Was kann Google Alerts?

Google Alerts sendet Dir eine Benachrichtigung (Alert), sobald ein bestimmter Begriff irgendwo im Internet erwähnt wird (zumindest im von Google erfassten Bereich). Der Begriff Alert beschreibt dabei nicht nur die Benachrichtigung selbst, sondern auch die Voreinstellung, die die gewünschten Begriffe und Optionen enthält. 

Es können verschiedene Alerts mit unterschiedlichen Einstellungen erstellt werden, um zu verschiedenen Themen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Genauso lassen sich innerhalb eines Alerts verschiedene Begriffe zusammen mit weiteren Filtern hinterlegen, sodass sich zum Beispiel ähnliche Begriffe, andere Schreibweisen oder Synonyme innerhalb eines Alerts abdecken lassen.

Zu beachten ist dabei, dass Google Alerts Dich nur über zukünftige Erwähnungen informiert und bereits vorhandenen Content außer Acht lässt.

Wie Du Alerts richtig einrichtest

Das Tool lässt sich sehr unkompliziert verwenden. Unser Guide erklärt dir, wie Du in wenigen Schritten eigene Alerts erstellen kannst.

Schritt 1

Geh auf www.google.com/alerts und melde dich mit dem Google Account an, zu dessen Mailadresse später die Benachrichtigungen gesendet werden sollen.

Schritt 2

Trage in die Suchleiste des Alerts den Begriff ein, über den Du auf dem laufenden gehalten werden willst. Wie in der normalen Google-Suche können Dir auch hier Operatoren und Sonderzeichen dabei helfen, die Ergebnisse zu filtern. Auf diese Weise vermeidest Du, mit irrelevanten Benachrichtigungen überschwemmt zu werden. 

In den nächsten Abschnitten erklären wir Dir anhand von Beispielen näher, welche Operatoren es gibt und wie Du sie sinnvoll zur Erstellung eines maßgeschneiderten Alerts einsetzen kannst.

google-alerts-schritt-2-begriff-eintragen

Schritt 3

Nimm Einstellungen vor, indem Du auf „Optionen anzeigen“ klickst. Das folgende Fenster erscheint:

google-alerts-schritt-3-optionen-anzeigen

Häufigkeit: Hier empfehlen wir die Einstellung „Höchstens einmal täglich“, um zu viele Benachrichtigungen zu vermeiden.

Quellen: Hier eignen sich die Einstellungen „Blogs“ und „Web“ am besten (Mehrfachauswahl ist möglich). „News“ ist für die angestrebten Zwecke weniger geeignet und sollte abgewählt werden, um irrelevante Benachrichtigungen zu vermeiden.

Sprache: Wähle hier die Sprache aus, in der die zu durchsuchenden Inhalte verfasst sind. Meist ist hier Deutsch oder Englisch die passende Wahl.

Region: Hier wird festgelegt, aus welcher Region die Inhalte der Alerts kommen. Um nichts zu verpassen, solltest Du „Beliebige Region“ auswählen.

Anzahl: Hier kannst Du die Ergebnisse auf die relevantesten beschränken. Auch hier solltest Du auf Nummer Sicher gehen und stattdessen lieber „Alle Ergebnisse“ auswählen.

Senden an: Hier kannst Du auswählen, ob die Benachrichtigungen der Alerts als Mail oder RSS-Feed versendet werden. Wähle hier den Weg, der am besten zu deinem Workflow passt. Wenn Du dir nicht sicher bist, solltest Du dich für den Versand über Mail entscheiden.

Google Alerts sind nur der Anfang!

Hole Dir die Customer Insights Suite Light. Diese schlanke Toolbox unterstützt Dich, begeisternde Kundenbeziehungen zu gestalten. 

Customer Insights Suite Light dark version

Schritt 4

Schau dir die Vorschau an. Nachdem Du die Suchleiste und die Optionen einer Alert ausgefüllt hast, erscheint eine Reihe von Previews, die dir einen ersten Eindruck von der Art der künftigen Benachrichtigungen gibt. Sind zu viele irrelevante Ergebnisse dabei, solltest Du deine Suche näher eingrenzen oder andere Einstellungen ausprobieren.

In meinem Beispiel erscheint nur ein Vorschau-Ergebnis zum Suchterm Kundenbeziehung (siehe Bild oben). Exemplarisch habe ich den Suchterm Kundenzentrierung ausgewählt. Wie Du im nachfolgenden Bild erkennen kannst, gibt es hierzu keine neuen Suchergebnisse in Google, was Dir unter Alert-Vorschau auch angezeigt wird. 

Schritt 5

Klicke auf „Alert erstellen“ – schon ist dein Alert fertig und wird dich zukünftig über relevante Erwähnungen informieren. 

Schritt 6

All Deine Alerts werden dir künftig auf google.com/alerts aufgelistet. Ein Klick auf das Zahnrad lässt Dich einstellen, zu welcher Uhrzeit die Benachrichtigungen verschickt werden sollen. Außerdem kannst Du Dich dafür entscheiden, alle Alerts gesammelt in einer Mail statt einzeln zu bekommen, was ich Dir auch empfehlen würde. Andernfalls gehen die Benachrichtigungen in deinem Postfach unter, genauso wie bei mir. 

Google Alerts in der Praxis

Das Tool eröffnet Dir vielfältige Wege, up to date zu bleiben und Dein Marketing und deinen Vertrieb zu verbessern. Erstelle etwa Alerts zu folgenden Keywords, um einen grundlegenden Überblick zu gewinnen:

  • Dein Markenname sowie Produktname – Erfahre, wer wann und wo über Dich spricht. Ist es eine Empfehlung? Oder eine kritische Rezension?
  • Deine Domain – indem Du Erwähnungen Deiner eigenen Webseite verfolgst, kannst Du sehen, wo sie verlinkt wurde. Falls Du zwar erwähnt, aber nicht verlinkt wurdest, kannst Du auf den Autor zugehen und ihn darum bitten. Das Monitoring des eigenen Domainnamens bietet Dir so eine ausgezeichnete Möglichkeit, Potenziale für externe Verlinkungen zu erkennen.
  • Deine Mailadresse – Wie bei Deiner Domain können auch Erwähnungen Deiner Email-Adresse auf Chancen für Verlinkungen hinweisen.
  • Branchenbegriffe – Erstelle Alerts, um relevante Keywords aus deiner Branche zu überwachen. Auch auf diese Weise kannst Du Möglichkeiten für externe Links finden.
  • Namen von Wettbewerbern – Bleib auf dem Laufenden darüber, wie über Deine Konkurrenz gesprochen wird. Werden Eure Produkte häufiger miteinander verglichen? Welche Vor- und Nachteile sehen Eure Kunden dabei in den verschiedenen Lösungen? Informationen darüber liefern dir wertvolle Einblicke in die Kundensicht. Sie zeigen Dir Stärken und Schwächen der Konkurrenz sowie Deines eigenen Produktes, über die Du Dir vielleicht noch gar nicht im Klaren warst.

 

Hinweis: Besteht ein Keyword aus mehreren Begriffen (z.B. Online Marketing), setze es in der Suchleiste des Alerts in Anführungszeichen. Auf diese Weise erhältst Du nur Benachrichtigungen zum gewünschten Begriff, ohne dass Erwähnungen berücksichtigt werden, in denen die etwa die Begriffe „Online“ und „Marketing“ an verschiedenen Stellen ohne direkten Zusammenhang stehen. Die Anführungszeichen können auch bei einzelnen Begriffen benutzt werden und verhindern, dass auch Abwandlungen eines Wortes in der Suche berücksichtigt werden (z.B. können auch Ergebnisse zum „Berliner Theater“ kommen, wenn ohne Anführungszeichen nach „Berlin“ gesucht wurde).

Operatoren – durch richtiges Filtern die richtigen Ergebnisse bekommen

Um Google Alerts bestmöglich zu nutzen und präzise Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sich die Verwendung von Operatoren.

Die folgenden Beispiele zeigen die Anwendung von Google Alerts für verschiedene Use Cases und veranschaulichen dabei auch, wie Operatoren funktionieren. Die entsprechenden Abfragen (Queries) fügst Du einfach in die Suchleiste ein. Die Operatoren funktionieren übrigens auch in der regulären Google-Suche.

Fallbeispiel 1 – Seiten finden, bei denen Gastautoren schreiben können

Bist Du Experte auf einem Gebiet und möchtest andere an Deinem Wissen teilhaben lassen? Schreib als Gastautor einen Beitrag für einen anderen Blog und steigere so auch Deine Bekanntheit. Allerdings ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, auf welchen Blogs Gastautoren willkommen sind. Die folgende Query hilft Dir dabei, einen passenden Alert zu erstellen:

intitle:kundenbeziehung Gastautor

Der Operator „intitle:kundenbeziehung“ filtert nach Seiten, in deren Titel der gesuchte Begriff (Kundenbeziehung) vorkommt. Geht es um einen Begriff, der aus mehreren Wörtern besteht, solltest Du Anführungszeichen verwenden (z.B. intitle:“customer centricity“). Mit dem folgenden Suchbegriff „Gastautor“ wird das Suchergebnis des Alerts weiter eingegrenzt und nach Seiten gesucht, auf denen dieser Begriff auftaucht.

Fallbeispiel 2 – Erwähnungen der eigenen Marke

Die folgende Query zeigt Dir, wo Dein Name oder der Deiner Marke erwähnt wird:

tractionwise -site:tractionwise.com

Theoretisch genügt es hier, nur unseren Namen einzugeben. Da wir Erwähnungen unseres Namens auf unserer eigenen Seite nicht angezeigt bekommen wollen, nehmen wir diese von der Suche aus. Dazu verwenden wir den Site-Operator, um nach einer speziellen Webseite zu filtern und stellen den Minus-Operator voran, um diese Seite vom Alert auszuschließen.

Hinweis: Die beiden Operatoren sind auch für sich allein sehr nützlich. Der Minus-Operator kann etwa dafür verwendet werden, irrelevante Begriffe von der Suche auszuschließen. Der Site-Operator allein (ohne Minus) wird dazu verwendet, die Suchergebnisse auf eine Seite einzugrenzen. Dies kann in der regulären Google-Suche etwa dann hilfreich sein, wenn die Seite selbst keine Suchfunktion besitzt.

Birgt Dein Markenname die Gefahr, falsch geschrieben zu werden, kannst Du mithilfe des OR-Operators verschiedene Schreibweisen in die Query des Alerts einbauen. Dies sieht dann beispielsweise so aus:

(„tractionwise“ OR „traction wise“ OR „tractionwize“) -site:tractionwise.com

Nach dem gleichen Schema kannst Du natürlich auch Erwähnungen von Wettbewerbern anzeigen lassen.

Fallbeispiel 3 – Social Monitoring

Indem Du einen entsprechenden Suchbegriff in Kombination mit dem Site-Operator und der Adresse eines sozialen Netzwerks (oder auch mehrerer) verwendest, kannst Du herausfinden, ob in den sozialen Medien über Dich oder Dein Produkt gesprochen wird. Eine entsprechende Abfrage kann etwa so aussehen:

tractionwise (site:facebook.com OR site:twitter.com)

Fazit

Google Alerts ist ein einfach zu bedienendes Tool, dass Dir Erwähnungen bestimmter Begriffe anzeigt. Auf diese Weise kannst Du im Auge behalten, wo und wie über Deine Marke und Produkte gesprochen wird, aber auch wie es um Deine Wettbewerber bestellt ist. Außerdem zeigen Dir die Alerts, wo Du verlinkt wurdest und wo dafür noch Möglichkeiten bestehen.

Um das Google Alerts bestmöglich zu nutzen, solltest Du dich mit den Suchoperatoren von Google vertraut machen. So erhältst Du präzise Ergebnisse und vermeidest irrelevanten Spam.

So, nun los. Erstelle deinen ersten Alert und monitore einfach, bequem und kostenlos deinen Markt und deinen Wettbewerb. 

Wenn Dir der Artikel gefallen hat und Du wirklich was gelernt hast, klasse – denn genau das war meine Absicht. Teile es mir gerne in den Gastkommentaren mit. Ich freue mich immer auf Feedback.

Was denkst Du?

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Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Kundenzentrierung für Unternehmen ist.

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