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Die Ansoff-Produktmarkt-Wachstumsmatrix ist ein sehr nützliches Instrument zur Entwicklung von Markteinführungsstrategien. Die Matrix für den Zusammenhang von Produkt und Markt bietet Entscheidern, Unternehmern und Marketern einen Rahmen für das Entwickeln für Wachstumsstrategien ihres Unternehmens.
Damit können Sie Entscheidungen zu Markteinführungen (Go-To-Market) treffen, um Ihr Unternehmen über die möglichen Produkt/Markt Kombinationen zu erweitern.

Geschichtliches zur Ansoff Matrix

Die Ansoff Matrix wurde von Igor Ansoff entwickelt und ursprünglich in seinem Artikel „Strategien zur Diversifizierung“ im Jahr 1957 im Harvard Business Review veröffentlicht. Das Strategie-Werkzeug wird seitdem an Universitäten für Business-Studenten gelehrt und weltweit in Unternehmen eingesetzt.
Ansoff schlug vor, dass es effektiv nur zwei Ansätze zur Entwicklung einer Wachstumsstrategie gebe; durch das Variieren dessen, was verkauft wird (Produktwachstum) und an wen es verkauft wird (Marktwachstum). In Kombination mit der oben beschriebenen Ansoff-Matrix bietet sie vier strategische Optionen mit jeweils unterschiedlichem Risiko.

Normale Ansoff-Matrix

 
 

1. Marktdurchdringung: Bestehender Markt und bestehende Produkte

Die erste und am meisten angewandte Wachstumsstrategie für Unternehmen in der Ansoff Matrix ist die Strategie der Marktdurchdringung. Es geht dabei um das Gewinnen neuer Marktanteile mit einem bereits existierenden Produkt. Das Unternehmen versucht, noch mehr seiner Produkte an bestehende, neue und Kunden der Konkurrenz zu verkaufen.
Das Ziel bei dieser Strategie ist das Erhöhen des Marktanteils. Die Marktdurchdringung hat ein relativ geringes Risiko, allerdings auch kleine Wachstumschancen.

Der sogenannte Marktdurchdringungsgrad dient zum Einschätzen des Potenzials und wird wie folgt berechnet:
Marktdurchdringungsgrad = (Anzahl eigener Kunden / Anzahl potenzieller Kunden am Markt) * 100
Es gilt: Je geringer der Marktdurchdringungsgrad, desto größer ist das verbleibende Wachstumspotential für ein Unternehmen mit der Marktdurchdringungsstrategie.

2. Marktentwicklung: Neuer Markt, bestehende Produkte

Die nächste Strategie ist das Entwickeln neuer Märkte mit bestehenden Produkten. Die neuen Märkte können dabei neue Länder und neue Zielgruppen sein. Bei der Marktentwicklung werden meist nur geringe Veränderungen am Produkt oder den Produkten vorgenommen, um es an die neuen Märkte anzupassen.

3. Produktentwicklung oder Produktmodifikation: Bestehender Markt, neue Produkte

Die Produktentwicklung als Strategie findet dann statt, wenn auf einen bereits bestehenden Markt mit existierenden Kunden ein neues Produkt eingeführt wird. Dies kann bei einem Austausch bestehender Produkte oder bei einer Erweiterung des Sortiments der Fall sein.
Vorteil der Produktentwicklung ist die, dass Kunden und Markt für das Unternehmen bereits bekannt sind.

4. Diversifikation bzw. Innovation: Neuer Markt, neue Produkte

Die letzte der vier Strategien wird zumeist von Startups und Gründungsunternehmen angewandt. Dabei bieten Unternehmen auf neuen Märkten völlig neue Produkte an. Die Diversifizierung bietet dadurch das größte Potenzial für Wachstum, allerdings auch die größten Risiken zum Scheitern.

Die Diversifizierungsstrategie untergliedert sich nach dem Ausmaß der Risikobereitschaft noch einmal in die horizontale, vertikale und laterale Diversifizierung:

Horizontale Diversifikation

Als horizontale Diversifizierung versteht man die Entwicklung eines neuen Produkts, welches noch in sachlichem Zusammenhang mit dem zuvor angebotenen Produktsortiment steht.

Vertikale Diversifikation

Mit der vertikalen Diversifizierung vertieft ein Unternehmen sein Engagement in absatzorientierte Handlungen (durch die sogenannte Vorwärtsintegration) und oder den eigentlichen Herstellungsprozess seiner Produkte (durch die sogenannte Rückwärtsintegration).

Laterale Diversifikation

In der lateralen Diversifizierungsstrategie expandieren Unternehmen in völlig neue Märkte, welche in keinem sachlichen Zusammenhang mit dem existierenden Geschäft stehen.

Erweiterte Ansoff-Matrix (9-Feld-Matrix)

Die ursprüngliche Produkt-Markt Matrix nach Ansoff ist eine gute Grundlage. Sie lässt allerdings einige mögliche Zwischenbereiche aus. Daher wird häufig die sogenannte erweiterte oder 9-Feld-Matrix angewendet, die folgende weitere Felder aufweist:

• Markterweiterung
• Produktmodifikation- oder -erweiterung
• eingeschränkte Diversifizierung
• partielle Diversifizierung

 
 
Bei der Markterweiterung verkauft das Unternehmen bestehende Produkte in neue geografische Märkte bei gleichbleibenden Zielgruppen.
Die Produktmodifikation oder -erweiterung schließt die Lücke zwischen der Marktdurchdringung und Produktentwicklung. Bestehende Produkte werden hier mit leichten Modifikationen in existierende Märkte verkauft.
Mit der eingeschränkten Diversifizierung vertreibt das Unternehmen entweder angepasste Produkte an neue Märkte oder an entsprechend neue Kundentypen.
Die partielle Diversifizierung ist dahingehend das Entwickeln völlig neuer Produkte für neue Märkte oder der Vertrieb modifizierter Produkte für völlig neue Zielgruppen und Märkte.

Auf zum Wachstum

Wohin wollen Sie Ihr Unternehmen führen? Ob zu neuen Zielgruppen, Märkten oder mit neuen Produkten, die Ansoff Matrix dient als exzellentes Werkzeug für Ihre Wachstumsstrategie.
Wollen Sie Unterstützung bei Ihrem Unternehmenswachstum? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

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André Wehr
André Wehr
Als Gründer und Unternehmer erlebe ich täglich, wie wichtig Traction und Kundenfokus ist. Dies macht den Unterschied zwischen einer ganz netten Idee und einem lebensfähigen Unternehmen.

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